Wofür steht UX Design?

UX steht für User Experience und beschreibt die Erfahrungen eines Menschen vor, während und nach der Nutzung eines Produkts (Software, App, Website). User Experience Designer haben meist einen interdisziplinären Hintergrund aus der Psychologie, der Kognitionswissenschaft, Soziologie oder Design.

Wo kommt UX vor?

UX ist überall dort, wo Menschen auf Computer, Maschinen oder digitale Produkte stoßen. Sei es ein Ticket-Automat, die Software auf der Arbeit zum Erstellen von Rechnungen oder die eine App zum Taxi bestellen. Der Nutzer interagiert mit dem Produkt und macht damit eine Erfahrung. Somit sind Erfahrungen unvermeidbar. Am Ende bestimmt das Produkt darüber, ob diese Erfahrung positiv oder negativ ausfällt. Daher müssen Intaraktions-Konzepte im Vorfeld gut durchdacht werden.

Welchen Einfluß hat UX auf ein Produkt?

Schlechte Erfahrungen mit einem Produkt führen zu Fehlinterpretationen und/oder Frust bei Nutzern. Auswirkungen:

Die Folgen sind unterschiedlich:

Kann man UX messen?

Ja, dafür gibt es viele, produktabhängige Möglichkeiten. Hierzu ist es wichtig, was das Ziel des Produkts ist. Eine Möglichkeit die Nutzungs-Erfahrung zu messen, ist das Usability Testing. Es beschreibt wie gut sich das Produkt benutzen lässt und wo noch Optimierungsbedarf herrscht.

Wie kann man UX verbessern?

Durch Methoden aus der Psychologie und Ethnologie können UX Designer in drei Phasen die User Experience von Enterprise Software verbessern: Recherche, Strategie & Konzeption, User Interface Design und iteratives Testen. User Experience Designer beschäftigen sich mit folgenden Fragen:

Warum hat nicht jedes Produkt eine gute User Experience?

Ja, warum wird die Phase des Nutzungs-Designs übersprungen? Ich denke, dies hat viele Hintergründe. Viele wissen nicht einmal, dass ihre Produkte an einer schlechten User Experience scheitern. Der Kunde will ja nicht kaufen. Aber anders gefragt: warum sollte er? Gutes User Experience Design beschäftigt sich als erstes mit dieser Frage.

Ist UX nur ein Trend?

UX galt anfänglich als ein Trend. Vereinzelt suchten Konzerne nach hausinternen Designern. Nun ziehen auch die Mittelständer nach, weil die Bedeutung eines positiven Nutzer-Erlebnises erkannt worden ist.

Mittlerweile ist User Experience Design kein vollkommen unbekanntes Thema mehr. Besonders Menschen aus Tech- und Startup-Unternehmen brauche ich meinen Job-Titel nicht mehr erklären. Das freut mich und zeigt gleichzeitig, dass UX-Designer zunehmend bei digitalen Produkten hinzugezogen werden.

Aktueller Stand in unserer Industrie

Allerdings ist UX in Deutschlands Industrie noch nicht sehr bekannt. Ein Besuch auf der Messe zeigt: die wenigsten KMU haben eine intuitive oder verständliche GUI - viele von ihnen sehen aus wie Windows 95 Tabellen. Dies erzeugt einen veralteten und komplizierten Eindruck beim Betrachter. Unternehmen, die den Wert von UX erkannt haben, ragen daher schneller durch das Design hervor. Dadurch wird die Aufmerksamkeit von Messe Besuchern gewonnen und Kunden lassen sich schneller begeistern. Kurz: Ob User Experience Designer am Werk waren, kann man sogar sehen.

Fazit

Für eine erfolgreiche Software ist es essenziell, die Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen der Zielgruppen zu kennen und vor allem zu wissen, wie sie arbeiten. Das ist die Voraussetzung für gelungene Prozessabblildung, intuitive Bedienung und glückliche Kunden. Das Ergebnis von gut durchdachtem User Experience Design: mehr Wert für Kunden und damit auch mehr Verkauf, begeisterte Nutzer und wertvolle Weiterempfehlung.