5 Bereiche in denen KMU's durch User Research profitieren

Ob nun ein digitales Produkt entstehen soll oder eine bestehende Software überarbeitet werden muss, sollte zunächst der IST-Stand analysiert werden, um den SOLL-Stand zu bestimmen. Dazu gehören technische Performance und Machbarkeit, sowie die Analyse von Mitbewerbern und Zielgruppen. Letzteres kommt in der Praxis – besonders bei deutschen KMUs – häufig zu kurz. Dabei können bereits sieben Interviews oder drei Workshops viel Wissen über Nutzer generieren und erheblich zum Produkterfolg beitragen. Das Unternehmen profitiert dabei auf vielen Ebenen und generiert dadurch am Ende eine Win-Win Situation für sich und seine Kunden.

1. Echten Bedarf rechtzeitig erkennen

Durch Befragungen und Workshops sammeln Sie Wissen über die Arbeitsweise ihrer (zukünftigen) Nutzer. Sie achten auf ihrer (Arbeits-)Prozesse und sprechen über Hürden und Erwartungen der Produkt-Nutzung. Damit erkennen Sie die wirklichen Probleme und Bedürfnisse. Die anschließende Entwicklung von Lösungen sollte auf die hier identifizierten Punkte passen. So können Unternehmen wertschöpfende Features entwickeln. Der Kunde sieht echten Mehrwert im Produkt.

2. Vorsprung im Wettbewerb

User Experience ist eine in vielen Branchen noch unbekannte Methode. KMU suchen aktuell händeringend nach UX Designern für ihre Inhouse-Abteilungen, Konzerne vergrößern die bereits aufgebauten UX Abteilungen. Klassiche Produktentwicklung reichen nicht mehr aus, um Software erfolgreich einzuführen. Echte Nutzer müssen mit einbezogen werden. Denn auch Nutzer von Business-Software sind Consumer. Und im Consumer Bereich ist UX schon längst auf dem Vormarsch. Es dürfte nicht mehr lange dauern, dass auch die Ansprüche an Business Software wachsen.

3. Kundenbindung

Eine empathische Haltung führt dazu, dass Kunden sich wertgeschätzt fühlen. Anstatt bei Kritik in eine defensive Abwehr zu gehen, hört man ganz genau zu, welche Wünsche sich hinter der Kundenkritik verbergen. Laden Sie Kunden aktiv dazu ein, Kritik zu äußern. Kunden fühlen sich geehrt, sobald ihre Meinung gefragt ist und sie zu Workshops oder Interviews zu ihren eingeladen und zu ihren Herausforderungen befragt werden. Die Kommunikation zeigt ihnen, dass man ihnen zuhört und ihre Wünsche und Anforderungen ernst nimmt. Unternehmen zeigen damit, dass man den Erfolg des Kunden im Sinn hat und daran die eigene Software ausrichtet. Kundenorientiert wird zu Kundenzentriert.  

4. Starkes Marketing

Das Produkt selbst ist das beste Marketing. Immer. Je mehr wahrgenommenen Mehrwert es schafft, desto weniger muss ein Unternehmen dafür werben. Das Wissen über Nutzer hilft Ihnen zu erkennen, was für ihre Kunden wirklich wichtig ist und womit ihre Software sie unterstützen kann. Damit kann die Marketing Abteilung werben und der Vertrieb seine Verkaufszahlen steigern.

5. Selbstbewusstes Launchen

Durch einen Fokus auf Nutzerbedürfnisse gehen Sie ganz anders mit Kritik um. Nach einer Recherche wissen Sie, worauf es dem Kunden ankommt und können den Erfolg selbst abschätzen. Zusätzlich können Usability Tests wahre “Eye Opener” für die Entwicklung sein. Man bekommt ein ehrliches Feedback, das den Perspektivwechsel ermöglicht. Kritik kann nun in Bedürfnisse umgewandelt werden. Bedürfnisse in neue Lösungen. Neue Lösungen in höhere Verkaufszahlen.

Fazit

Am Ende ist ein Produkt erfolgreich, wenn es seine Anwender zum Erfolg bringt. Wie der Erfolg der Nutzergruppen überhaupt aussieht, wie er dabei vorgeht und welche Herausforderungen er meistern muss, kann bereits durch einfache User Research Methoden aufgedeckt werden. Versuchen Sie daher immer und so oft Sie können Nutzer nach ihrem Feedback, ihren Zielen und Prozessen zu befragen.